Beiträge getagged ‘Überwachungsrelais’

Spannungswächter im Doppelpack

6 Januar 2019

Das Stromnetz fällt aus, aber wir haben ja unseren Notstromgenerator der jetzt  anspringen sollte. Tut er aber nicht, weil die Starterbatterie  leer ist. Was für den Autofahrer mit Laternengarage nach strengen Frostnächten unangenehm und lästig ist, kann im industriellen Umfeld schnell zum Fiasko durch Produktionsausfälle werden und in klinischen Betrieben sogar Menschenleben gefährden. Ein Gleichspannungswächter schützt in diesen Fällen und sorgt dafür, das bei Unterschreitung eines kritischen Spannungspegels  (Batterie oder DC-Netzversorgung) eine Reaktion erfolgt. Dies kann eine Warnmeldung, oder auch das Aktivieren eines Batterieladers sein. Der BUW524 im schlanken Hutschienengehäuse überwacht permanent die Spannung im Bereich 10-32 VDC . Die Versorgung des Gerätes erfolgt direkt aus der Messspannung, so dass keine separate Hilfsspannung benötigt wird. Der aktuelle Spannungswert wird auf dem Display angezeigt. Wird der eingestellte Schwellwert unterschritten, so wird erst nach Ablauf der vorgegebenen Verzögerungszeit (1-120 Sekunden) der Relaisausgang aktiviert. Die Verzögerungszeit verhindert Fehlalarme, falls Kurzzeitabsenkungen der DC-Versorgung  durch den Anlauf großer Verbraucher im Prozess vorkommen.  Oft ist es erforderlich die Unter- und Überspannung einer Gleichstromversorgung zu überwachen. Für diese Fälle wurde der BUW524-G004 entwickelt.

Für die Überwachung in Wechselstromnetzen wurde der Multifunktionswächter MFW100 konzipiert. Der Baustein überwacht permanent die Spannungen, die Frequenz und die Phasenlage in 3-phasigen Wechselstromnetzen. In Anlehnung an die aktuellen VDE-Richtlinien wurde hier eine doppelte Spannungs-Ober- und Untergrenze mit individuell einstellbaren Verzögerungszeiten implementiert.

Eine Übersicht aller Funktionswächter finden Sie hier

Leistungsfaktor-/CosPhi-Wächter G4CM690V16ATL20

22 März 2016

Der Lastwächter G4CM690V16ATL20 überwacht den Leistungsfaktor/Cosinus Phi in Maschinen und Anlagen. Auf diese Weise detektiert das Gerät die Belastung induktiver und kapazitiver Verbraucher in 1- oder 3-Phasennetzen, bis 16A direkt, darüber mit externem Stromwandler. Dabei sind Spannungen bis von 85 bis 690VAC möglich. Der Leistungsfaktor-Wächter erkennt zuverlässig Keilriemenbrüche, Trockenlauf bei Pumpen, Filterverschmutzungen oder zu hohen Druck in Rohrleitungen. Das Gerät ist darüber hinaus optimal zur Blindleistungsregelung in Kompensationsanlagen geeignet.

Der Leistungsfaktor/Cosinus Phi ändert sich mit der Belastung eines Motors (induktive Last). Deshalb eignet sich diese Messmethode besonders zur Überwachung von 1- und 3-phasigen Asynchronmotoren auf Unterlast und Leerlauf, unabhängig von der Baugröße. Wenn Fehler frühzeitig erkannt werden, können Schäden und Stillstände vermieden werden – die Anlagenverfügbarkeit steigt. Davon profitieren Motoren, Pumpen, Förderanlagen und Maschinen. Neben der Motorüberlastung detektiert der Leistungsfaktor-/Cosinus-Phi-Wächter auch Verschmutzungen, wie Sägerückstände, verstopfte Rohre sowie Filter oder abgenutzte Keilriemen. Der G4CM690V16ATL20 kann darüber hinaus auch abgeschaltete Verbraucher erkennen, wobei eine Wahlmöglichkeit der Relaisstellung besteht.

Der neue Leistungsfaktor-/Cosinus Phi-Wächter kann auch zur Lastüberwachung von kapazitiven Verbrauchern oder induktiv/kapazitiven Verbrauchern als Scheinstromrelais in Kompensationsanlagen verwendet werden.

Bereit für das Internet der Dinge mit dem TR800 Web

11 April 2015

Die Vision des Internet der Dinge (Internet of Things), kurz IoT,  stammt von Kevin Ashton und geht auf das Jahr 1999 zurück. Im IoT-Konzept kommunizieren im Gegensatz zum „normalen“ Internet nicht mehr nur menschliche Teilnehmer, sondern auch Dinge miteinander.  Ein IoT Objekt (Ding) ist eindeutig durch eine Internetadresse (URL) gekennzeichnet, kann über das Internet angesprochen werden und mit angeschlossenen Informationssystemen interagieren.  Die automatische Identifikation von Sensoren und Aktoren mittels RFID, TED oder Barcode wird oft als Grundlage für das Internet der Dinge gesehen.  Seit ein paar Jahren macht der Begriff Industrie 4.0 die Runde. Industrie 4.0 verspricht eine enorme Steigerung der Produktivität, indem die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung bis zum fertigen Produkt mittels verteilter IoT Intelligenz optimiert wird. Das Ziel ist eine verlust- und störungsfreie Fertigung mit minimalen Durchlaufzeiten, optimaler Produktqualität bei minimalen Kosten. Die Revolution hat bereits begonnen.

Das TR800 Web  ist web basierender Datenlogger und Grenzwertrelais in einem Gerät. Das System verfügt über acht analoge Eingänge und vier Relaisausgänge mit Wechslerkontakten. An jeden Eingang lassen sich direkt  Pt 100, Pt 1000, KTY 83/84,  alle gängigen Thermoelemente, normierte Strom- und Spannungssignale (0 bis 4/20 mA , 0 bis 10 V) oder Potentiometer bis 30 kOhm  anschließen. Via galvanisch getrennter Signalkoppler können so Spannungen bis +/-1000 Volt AC/DC, Effektivstrom- und Spannungswerte, Frequenzen und elektrische Leistungsdaten erfasst und verarbeitet werden. Jedes Eingangssignal ist auf bis zu vier Grenzwerte überwachbar. Dabei lassen sich für jedes der vier Ausgangsrelais fast beliebige Kombinationen parametrieren. Außerdem kann das TR800 Web eine E-Mail senden, wenn ein Grenzwert erreicht oder wieder unterschritten wird. Die Messwerte der Eingänge werden protokolliert,  von der eingebauten Echtzeituhr mit einem Zeitstempel versehen und im bis zu 1500 Datensätze fassenden Ringspeicher abgelegt.  Durch den integrierten Webserver (Web-UI) können alle Einstellungen  wie Passwort geschützte Benutzerverwaltung in drei Ebenen,  Konfiguration, Datenerfassung, Datenlogging, Alarm E-Mails, Alarmlogging, grafische Messwertdarstellung und FTP-Upload mittels eines Standard- Browser ohne extra Software vom Rechner aus erfolgen. Die eingebaute Ethernet Schnittstelle unterstützt alle relevanten Softwareprotokolle (HTTP, HTTPS, UDP, MODBUS, BONJOUR, UpNP, SNMP, AJAX). Eine implementierte RS-485 Schnittstelle ermöglicht die lokale Kommunikation mit der zentralen Leitebene (SCADA, SPS, etc.) via Modbus-RTU Protokoll.  Das Weitbereichsnetzteil des  TR800 Web   (24  bis 240 Volt AC/DC) , garantiert den weltweiten Einsatz.  Das Gehäuse mit einer Breite von 8 TE (140 mm) eignet sich zum Verteilereinbau.