Beiträge getagged ‘Spannungswächter’

Synchronisiergeräte SYFN30 und SYFU50

2 April 2020

Synchronisiersysteme sind ein wichtiger Bestandteil in Stromerzeugungs- und Netzersatzanlagen. Sie dienen zur Synchronisation mit dem Netz (Netzparallelbetrieb), bzw. zur Parallelschaltung von mehreren Stromerzeugern (Inselbetrieb). Das  Synchronisier- und Frequenzregelgerät  SYFN30  der  DSL-electronic® GmbH vergleicht die Netz- und Generatorspannung auf Spannungsunterschiede, Frequenzunterschiede und Phasenlage. Erst wenn alle Synchronisierbedingungen erfüllt sind, erfolgt eine Durchschaltung des Synchronisierrelais. Durch zusätzliche logische Verknüpfungen wird verhindert, dass unter ungünstigen Umständen kein ungewollter Synchronimpuls ausgegeben wird. Der dynamische Regelteil generiert aus der Frequenz heraus die  Impulse für die Kontakte „Tiefer“ und „Höher“ zum Nachstellen des Aggregates auf den Sollwert. wobei bei größerem Frequenzabstand eine entsprechend größere Anzahl an Nachstellimpulsen ausgegeben wird.  Bei einem Netzausfall  wird ein interner 50 Hz Quartzgenerator aufgeschaltet, der mit hoher Genauigkeit die 50 Hz Referenzfrequenz für den Inselbetrieb  des Aggregates liefert. Ein  automatischer Rückleistungsschutz komplettiert die Funktionssicherheit.

Das µController basierte Synchronisier, Frequenz- und Spannungsregelgerät  SYFU50  enthält neben den oben beschriebenen Eigenschaften jeweils Wechselkontakte für die „Tief“ und „Hoch“ Verstellung von Frequenz- und  Spannungsregelung  mit denen die Spannung und die Frequenz des Generators vor dem Synchronisieren nachgestellt wird.

Das SYFA30 sorgt für die vollautomatische Synchronisation und Frequenznachführung von Asynchron-Generatoren.  Die Spannungseingänge des Systems wurden für eine minimale Generatorspannung von 1-2 VAC ausgelegt, um eine Frequenzerfassung und Frequenzregelung bei Asynchron-Generatoren zu realisieren.  Asynchron-Generatoren besitzen in der Anlaufphase eine sehr geringe Remanenzspannung  die mit „herkömmlichen“  Synchronisiergeräten nicht erfasst werden kann.

Eine Übersicht aller Synchronisiersysteme finden Sie hier.

Spannungswächter im Doppelpack

6 Januar 2020

Das Stromnetz fällt aus, aber wir haben ja unseren Notstromgenerator der jetzt  anspringen sollte. Tut er aber nicht, weil die Starterbatterie  leer ist. Was für den Autofahrer mit Laternengarage nach strengen Frostnächten unangenehm und lästig ist, kann im industriellen Umfeld schnell zum Fiasko durch Produktionsausfälle werden und in klinischen Betrieben sogar Menschenleben gefährden. Ein Gleichspannungswächter schützt in diesen Fällen und sorgt dafür, das bei Unterschreitung eines kritischen Spannungspegels  (Batterie oder DC-Netzversorgung) eine Reaktion erfolgt. Dies kann eine Warnmeldung, oder auch das Aktivieren eines Batterieladers sein. Der BUW524 im schlanken Hutschienengehäuse überwacht permanent die Spannung im Bereich 10-32 VDC . Die Versorgung des Gerätes erfolgt direkt aus der Messspannung, so dass keine separate Hilfsspannung benötigt wird. Der aktuelle Spannungswert wird auf dem Display angezeigt. Wird der eingestellte Schwellwert unterschritten, so wird erst nach Ablauf der vorgegebenen Verzögerungszeit (1-120 Sekunden) der Relaisausgang aktiviert. Die Verzögerungszeit verhindert Fehlalarme, falls Kurzzeitabsenkungen der DC-Versorgung  durch den Anlauf großer Verbraucher im Prozess vorkommen.  Oft ist es erforderlich die Unter- und Überspannung einer Gleichstromversorgung zu überwachen. Für diese Fälle wurde der BUW524-G004 entwickelt.

Für die Überwachung in Wechselstromnetzen wurde der Multifunktionswächter MFW100 konzipiert. Der Baustein überwacht permanent die Spannungen, die Frequenz und die Phasenlage in 3-phasigen Wechselstromnetzen. In Anlehnung an die aktuellen VDE-Richtlinien wurde hier eine doppelte Spannungs-Ober- und Untergrenze mit individuell einstellbaren Verzögerungszeiten implementiert.

Eine Übersicht aller Funktionswächter finden Sie hier